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 Betreff des Beitrags: Der Jäger von Nosgoth
BeitragVerfasst: 8. Mai 2008, 17:14 
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Augustio hörte ein dumpfes Klagen aus den Kellern der Zitadelle. Er war schon seit 3 Jahren bei den Garnisonstruppen, doch kam so was noch nie vor. Mit gezücktem Schwert stieg er die Treppe hinunter. Ein bläulicher Nebel lag in den Gängen. In der Ferne wurde eine Person sichtbar, die langsam in seine Richtung kam. „Hallo? Ist da Jemand?“, rief Augustio. Die Gestalt kam näher, gab aber keine Antwort. Der Soldat rief noch ein paar Mal, aber in keinem Fall kam eine Antwort. Schliesslich erkannte er die Gestalt: Das bleiche Gesicht eines Toten, ohne Mund oder Augen, mit eisernen Stacheln. Augustio stiess einen schrei aus rannte die Treppe nach oben. Die Kreatur machte keine Anstalten ihm zu folgen, sonder ging träge und unaufhaltsam weiter.
In der ganzen Zitadelle war ein völliges Chaos. Die Glocken läuteten Alarm, Soldaten rannten über den Platz, bewaffneten sich und bildeten kleine Kampfgruppen. Aus allen Teilen der riesigen Festungen wurden Angriffe von unbekannten Untoten oder Dämonen gemeldet. Die Jäger wurden gerufen – Othraiel und Xoat waren bereits hier und versuchten verzweifelt die Truppen zu organisieren, während von Meaurus und Illia jede Spur fehlte. Xoat, der sich gerade ausgeruht hat, als es Alarm schlug, war unbewaffnet und gab daher Bfehle an die Soldaten. Othraiel kam etwas später zu ihm, er trug einen schwerer Stahlpanzer und ein mächtiges Langschwert. „Was ist hier verdammt noch einmal los, Xoat?“, brüllte er Xoat an. „Ich weiss es nicht. Irgendwelche Angreifer, Dämonen wie es scheint. Sie kommen aus einem Dimensionsportal in den Kellern.“, war die Antwort. Xoat war der ruhigste der Jäger. „Du weißt was das bedeutet, ein Dimensionsportal?!“, obwohl die Antwort klar war, schrie Othraiel weiter, „Es werden immer mehr und mehr Kreaturen kommen, bis wir es geschlossen haben. Ich rufe die Ritter des heiligen Lichts, wir werden sofort mit einem Gegenangriff beginnen und dieses Portal vernichten. Gott mit uns.“ Xoat wollte sagte zornig: „NEIN, unüberlegtes Handeln könnte…“ Othraiel wies mit einer aggressiven Handbewegung Xaot zum schweigen an, dann verliess er das schnell aufgestellte Zelt in dem Xaot die Truppen führte.

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 Betreff des Beitrags: Der Jäger von Nosgoth
BeitragVerfasst: 8. Mai 2008, 18:40 
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Du hast dir soeben meinen Respekt verdient, wenn auch deine Story weitesgehend keine langen Beschreibungen hat, schaffst mit diesem kurzen und knappen Stil trotzdem etwas, WORAUF ES EIN DÄUMCHEN GIBT ^^

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 Betreff des Beitrags: Der Jäger von Nosgoth
BeitragVerfasst: 27. Mai 2008, 19:52 
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soo, mal endlich wieder n teil JvN.
ist zwar net das ganze kapitel, aber zumindest der erste Teil..

Kapitel 22: Tag des Untergangs

Ragnar schaute erst auf Maniala, dann zu der Türe. Illia liess sich Zeit. Auch wenn die Vampirin angekettet war, war es dem Herzog nicht geheuer, mit ihr alleine in einem Raum zu sein. Es schien ein bläulicher Nebel durch die Gänge zu kriechen. Ein dumpfes Schlurfen war zu hören. Eine mit Eiterblasen übersäte, gehäutete Kreatur mit Stacheln die aus dem ganzen Körper kamen, erschien im Nebel. „Verdammt! Welch Blasphemie erschuf diese höllischen Bestien?“, fragte Ragnar sich selbst.
Lord Vladec war in einem kleinen Bauerndorf. Nur mehrere hundert Meter vor ihm stand die mächtige Zitadelle der heiligen Legion. Er kam vor zwei Stunden an, und überlegte, wie er am besten in die Festung eindringen konnte. Die Mauern waren rund um die Uhr bewacht, doch dachte er an einen unterirdischen Abwasserschacht. Bevor er zu einem Entschluss kam, hörte er laut die Sturmglocke der Zitadelle läuten. Es bedeutete einen Angriff, doch sah Vladec Nirgends eine Armee oder sonstige Angreifer, und dass er entdeckt wurde war unmöglich. Ein Reiter kam aus der Festung. Noch bevor er in dem Dorf angekommen war, rief er laut: „Dämonen! Dämonen in der Zitadelle! Los, flieht, nimmt nicht viel Gepäck mit und geht zu den Höhlen! Die Ritter des heiligen Lichts bereiten einen Gegenangriff vor, alle die eine Waffe tragen können sollen sich in der Zitadelle melden!“. Der letzte Satz ging unter, da die Panik ausbrach bevor er fertig redete. Nur etwa 10 Bauern bildeten eine Gruppe und meldeten sich bei dem Reiter. Auch wenn sie nur mit Holzfälleräxten und Feldwerkzeugen bewaffnet waren, machten sie einen Mutigen und Tapferen Eindruck. Der Vampir witterte seine Chance und trat ebenfalls zur Gruppe. Die Männer schauten ihn schnell an, doch sagten sie nichts, obwohl Vladec ihnen unbekannt sein musste. Die Gruppe ging zusammen mit dem Reiter in Richtung der Festung. Kurz nachdem sie das Haupttor passierten, setzte Vladec sich ab und tauchte in einer dunklen Ecke unter. Vor ihm war ein riesiger Platz, auf dem völliges Chaos herrschte. Mehrere kleine Feldzelte standen in der Mitte, und Truppen liefen über den Platz, teilweise um Gruppen zu formieren, die, sobald sie Vollzählig waren, in das Gebäude auf der Ostseite gingen, andere, die Waffen und Ausrüstung aus einem Gebäude zum Platz schleppten, wo die Soldaten ausgerüstet wurden. Er nahm an, dass Meaurus in dem Gebäude da ebenfalls gegen die Dämonen kämpfte, und schlich sich unbemerkt durch einen Nebeneingang. Überall lag ein bläulicher Nebel.

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 Betreff des Beitrags: Der Jäger von Nosgoth
BeitragVerfasst: 27. Mai 2008, 19:53 
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Der Seiteneingang führte in einen abgelegenen Gang, indem Vladec weder Legionäre, noch Dämonen entdecken konnte. Plötzlich zuckte Vladec zusammen und drehte sich Blitzschnell, das Schwert hatte er schon gezogen. Hinter ihm hörte er einen schrei. Vorsichtig ging er den Gang entlang. Falls es sich um dieselben Dämonen handelte, die auch ihn angriffen, musste er sehr vorsichtig sein.
Ragnar trat in den Raum zurück und wartete mit gezücktem Schwert in der einen, einem Streitkolben in der anderen Hand, auf die Kreatur. Bevor sie reagieren konnte zertrümmerte er mit dem Streitkolben den Schädel, sodass Knochensplitter und eine grüne, faulige Flüssigkeit im Raum verteilt wurden. Die Kreatur, die einen unirdischen, leeren Schrei von sich gab hob den Arm um Ragnar zu zerquetschen, doch war dieser schneller und schlitze den Torso des Dämon diagonal auf. Eiter und fauliger Gestank kam ihm entgegen. Die Kreatur lag am Boden, durch den grossen Schnitt sah man in das innere: Weisse, fette Maden wimmelten wie Ameisen im Körper, Innereien schien es keine zu geben. An dem Fleisch waren lediglich grosse, flaumige Schimmelpilze zu erkennen, die bestialisch stanken.
Maniala sah, wie der Dämon seine Hand noch einmal versuchte zu erheben um Ragnar zu töten. „Achtung, der Arm!“, schrie sie, und Ragnar schlug mit dem Streitkolben alle Gliedmassen zu grünem Brei. Nach dem alles vorbei war schaute Ragnar Maniala mit ruhigem, aber extrem düsteren Blick an. „War das deine Hexerei, Vampir?“, fragte der Herzog mit aggressivem Tonfall. Manialas antwort kam schnell: „Nein, ich beherrsche keine Magie. Macht mich los, dann kann ich Euch gegen diese Dämonen helfen…“. Ragnar glaubte ihr nicht. Der Angriff wäre zu passend gekommen. „Losmachen? Damit du mir in den Rücken fällst, sobald ich den blick abwende?“, spottete er.
Vladec beobachtete aus sicherer Entfernung, wie ein grässlicher Dämon einen Ritter verfolgte und von diesem Erschlagen wurde. Dann nach passierte etwas, was sehr überraschte. Aus dem Raum hörte er Manialas stimme. Wie es schien hielt der Mensch sie gefangen. Er durfte nicht zulassen dass ihr etwas geschieht. Die unbekannte Macht, die durch Vladecs Adern pulsierte, verbanden sie durch ein dunkles Band. Der Lord betrat den Raum. Gleich vor ihm lag der Dämon und stank grausam. Mit unmenschlicher Geschwindigkeit stand er gerade zu Ragnar und hielt ihm das Schwert an die Kehle. „Du armselige Kreatur von Vampirjäger, bald wirst du deinem Schöpfer gegenüberstehen. Los, bete zu deinem verfluchten ‚Gott’, oder willst du dass es schnell zu ende geht?“. Auf Vladecs Gesicht machte sich ein finsteres, diabolisches Grinsen breit. Mit der freien Hand zog er einen der Dolche, die er der Assasine abgenommen hatte, und hob die Hand um ihn in Ragnars Nacken zu stechen.

Othraiel stand vor der Zehnergruppe der Ritter des heiligen Lichts. Ihre goldenen Rüstungen glänzten in der Sonne und das Licht reflektierte auf den makellos geschliffenen Panzerplatten. Die Ritter waren die gläubigsten und besten Krieger der Legion, völlig Gottergeben, ein Bollwerk des Glaubens und der Ritterlichkeit. Sie trugen grosse Schilder mit dem Kreuz des Herrn, sowie mächtige, ebenfalls aus Gold geschmiedete, Langschwerter in der Form des Kreuzes, reich verziert und ohne Kratzspuren oder sonstigen Abnutzungserscheinungen. Gottes beste Krieger, vereint um dem Schrecken entgegenzuwirken, bereit sich für ihren Glauben und für die Schwachen, die sie zu beschützen schworen, zu opfern. Othraiel, der ebenfalls eine goldene Rüstung trug, sprach laut und deutlich:

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BeitragVerfasst: 27. Mai 2008, 19:54 
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„Männer Gottes. Heilige Ritter. Viele Jahre dienten wir unserem Herrn mit Gebeten und Gottesdiensten. Mit dem ist hier und jetzt Schluss! Die höllischen Kreaturen Satans sind auf diese Welt gekommen, um die Menschheit, Gottes Kinder, zu versklaven. Wir werden nicht mehr Beten. Der Tag ist gekommen, an dem ihr für Gott und euren Glauben in die Schlacht zieht. Fürchtet euch nicht in der Dunkelheit, denn Christus wird unseren Weg erleuchten. Fürchtet euch nicht vor den Schrecken der Hölle, denn sie wurden gesandt, um durch unsere Hand ewig gebannt zu werden. Im Namen des Herrn sage ich: jeglicher unreine Geist, jegliche satanische Macht, jegliche feindliche Sturmschar der Hölle, jegliche teuflische Legion, Horde und Bande: Ihr werdet ausgerissen und hinausgetrieben aus der Kirche Gottes, von den Seelen, die nach Gottes Ebenbild erschaffen und durch das kostbare Blut des göttlichen Lammes erlöst wurden.
Wage es nicht länger, hinterlistige Schlange, das Menschengeschlecht zu täuschen, die Kirche Gottes zu verfolgen und die Auserwählten Gottes zu schütteln und zu sieben wie den Weizen .
Im Namen Jesu Christi, unseres Gottes und Herrn, und durch die Fürsprache der unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter Maria, und aller Heiligen, gehen wir voll Zuversicht daran, die arglistigen teuflischen Angriffe abzuwehren. AMEN!“.
Die Ritter riefen im Chor AMEN und marschierten in die Kellergänge, wo die Dämonen warteten.

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BeitragVerfasst: 24. August 2008, 17:20 
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JAAA, ihr alle habt DARAUF gewartet, NUN hat sich das warten endlich gelohnt: DER NÄCHSTE TEIL DES JÄGERS VON NOSGOTH:

„NEIN!“, schrie Maniala. „Er hätte mich töten können, hat es aber nicht getan. Er ist anders als diese Legionäre!“. Vladecs Gesichtszüge verdunkelten sich. „Er ist ein Mensch, er ist es nicht Wert, am leben gelassen zu werden.“, sagte er mit einem finsteren, Furcht erregendem Ton. Doch der Vampir stach nicht zu. Die Energie in dem Dolch zückte, sie verlangte Blut. Doch Vladec steckte ihn wieder zurück. Ragnar wollte etwas sagen, doch bevor die Worte seine Lippen verliessen, hob Vladec ihn am Hals hoch. „So, du Menschenwurm, antworte, wie kommt es, dass du Maniala als Gefangene hast? Und was sind dass für Kreaturen?“ Im gleichen Moment zerschnitt er mit der freien Hand Manialas fesseln. Sie dankte kaum hörbar und stand Schutzsuchend hinter Vladec.
Ragnar keuchte, und um eine Antwort zu bekommen liess Vladec ihn wieder zu Boden, richtete aber zur Sicherheit sein Kurzschwert auf Ragnars Brust.
„Illia bat mich, diese Vampirin zu töten. Ich brachte sie hier hin, doch ist Illia nicht wieder aufgetaucht. Dann kam dieses… dieser Dämon.“, keuchte er.
„Wer verdammt noch mal ist Illia? Wieso will er Manialas tot?“, fragte der Vampir zurück.
Die Antwort kam rasch: „Der Zirkel! Illia, ein Vampirjäger der Legion, sagte, diese Vampirin will ihm helfen, uns alle zu versklaven.“ „Was ist der Zirkel?“, fragte Maniala und unterbrach Vladec, der Ragnar die nächste Frage stellen wollte.
Der Gesichtsausdruck des Herzogs änderte sich. Er war sichtlich verdutzt. „Wie? Ihr wolltet den Zirkel gar nicht beschwören?“ Habe ich Euch zu Unrecht gejagt? Nein. Illia würde mich niemals belügen!“
„Menschen sind schwach und dumm…“, Vladec sprach mit einem bedrohlichen Ton, als ob er am liebsten Ragnar gleich töten wollte.
Maniala wies ihn zurück: „Vladec, dieser Mensch hat mir Gnade gewährt. Behandle ihn ebenso!“. Zorn stieg in dem Vampir hoch.
„Verdammt, was weißt du schon! Die Menschen wollen uns töten, keiner würde uns auch nur annähernd Respekt zollen!“, Vladec nahm das Schwert und berührte mit der Klinge Ragnars kehle.
„Halt! Ich diene der Gerechtigkeit, vertraut mir, und ich bringe euch hier raus! Illia soll für seine lügen büssen…“, brachte Ragnar ängstlich hervor. Vladec blickte direkt in Manialas Augen, es war eine stumme Frage, ob man Ragnar vertrauen sollte. Die Vampirin nickte. Zu Ragnar gewand, sagte Vladec: „Bring mich zu diesem Jäger, sein Blut soll noch heute an meiner Klinge kleben.“
Gerechtigkeit. Niemals würde der Herzog die Gerechtigkeit verraten. Er würde diese dunklen Kreaturen zu Illia locken, und sie in einem ehrenvollen Kampf vernichten.

Gottes Diener. Seine Richter. Als sie auf dem Platz versammelt waren, glänzten die Wolken über einem von der Abendsonne golden gefärbten Horizont. Wenn jemand diese Dämonen besiegen konnte, dann er, Othraiel, er und seine Ritter. Doch wie es schien, war Gott nicht mit ihnen, Auch wenn die ersten Wellen Dämonen, kleine, flinke Dreibeiner, deren Körper an einen grotesk verformten Hund erinnerten, erfolgreich vernichtet wurden, schien es doch so, als kämen immer mehr – eine unendliche Flut dieser teuflischen Schöpfungen.

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 Betreff des Beitrags: Der Jäger von Nosgoth
BeitragVerfasst: 24. August 2008, 17:21 
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„Männer, bleibt standhaft, bildet eine Phalanx und lässt keinen vorbei!“, rief Othraiel in das Getümmel. Grün-gelbliche Flüssigkeit, mehr Eiter denn Blut, spritzte bei jedem Schlag, der einen dieser Dämonen zerschmetterte. An den Waffen, an den Wänden und selbst an ihren makellosen, goldenen Rüstungen klebte die schleimige Masse. Wieder eine Gruppe Angreifer würde durch die rechtschaffene Hand der Ritter des heiligen Lichts in die ewigen Flammen der Verdammnis verbannt. In der ferne hörte Othraiel eine Art dumpfes Schreien. Mit einer schnellen Handbewegung wies er die Gruppe Ritter n, den Vormarsch zu stoppen. „Kampfgeräusche…“, sagte Luzius leise. „Dass müssen Legionäre sein. Vielleicht brauchen sie Hilfe?“, sprach Othraiel, während er mit der Hand in den Gang wies, von wo das Geräusch kam. Ein stummes Zeichen, dem Geräusch nachzugehen.

Ragnar spaltete dem Dämon den Schädel. Hinter ihm stand Vladec, der mit seinem Zweihänder die angreifenden Dämonen wortwörtlich zerstückelte. Je weiter die Gruppe zu den Kellergemächern der Vampirjäger vorstiess, je grotesker und abscheulicher wurden die angreifenden Dämonen.
In der Dunkelheit vernahm Ragnar ein grausam verzerrtes Stöhnen, Vladec und Maniala mussten schon vorher darauf aufmerksam geworden sein, denn ihren Blicken zu folge erwartete sie da in der Dunkelheit nichts Gutes. Im spärlichen Licht der Fackel konnte Ragnar das neue Scheusal erkennen: Auf 4 knochigen Insektenbeinen befand sich der Körper einer perversen Mischung zwischen Mensch und Hund. Der Anblick des braunen, blutverkrusteten Fells, das an gewissen Stellen abgezogen war, und das madige Fleisch zum Vorschein brachte, wurde lediglich vom Gesicht übertroffen. Der kahle Schädel war mit Leberflecken und Eiterbeulen übersät, aus dem sabberten Mund hing eine lange, dünne Zunge leblos hinaus. Seitlich am Kopf befanden sich grosse Glubschaugen, die irrsinnig von einer Seite zur anderen Blickten.
Dicke, fleischige Tentakel, die die Arme ersetzten, nütze das Scheusal als Peitschenwaffen.
„Bei allen Heiligen…“, keuchte Ragnar, als die Kreatur aus der Dunkelheit kam. Vladec raste bereits mit dem Zweihänder auf den Dämonen zu und durchbohrte den Körper. Die Kreatur schien den Schmerz zu ignorieren, dann schleuderte sie Vladec mühelos mehrere Meter zurück. Doch dadurch war die Kreatur kurz abgelenkt und Ragnar hackte mit dem Schwert auf eines der Deine, doch hätte er genauso in die Wand schlagen können, die zerbrechlich aussehenden Beine waren steinhart.
Maniala schrie entsetzt seinen Namen, als Vladec weggeschleudert wurde, und sprang zu ihm um dem Lord auf zu helfen.
Mit unheilvollem Ton sagte er lediglich: „Ich brauche deine lächerliche Hilfe nicht!“, und stiess Maniala zornig weg. „Ragnar, weg da!“, brüllte er dem Menschen entgegen, der inzwischen immer wieder, ausserhalb der Reichweite der Tentakeln, mit dem Schwert in den Rücken der Kreatur stach. Der Herzog blickte kurz verwirrt zu dem Vampir, liess dann aber los und ging in einer kleinen Seitennische in Deckung.
Vladec konzentrierte seine schwarzen Kräfte und sammelte all seine Energie. Er hob die Hand, und schwarzes licht schoss auf den Dämon zu. Sich mit unbeschreiblich grässlichen Schreien am Boden windend, schälte sich die Haut der Kreatur, dann fiel das Fleisch stück für Stück auseinander, bis lediglich eine blutige, fleischige masse auf dem Boden verstreut war. Es war ein schrecklicher Anblick, Vladec liebte ihn. Maniala war etwas zwischen verängstigt und angeekelt von den Überresten des Dämons. „Los, weiter.“, sagte Vladec emotionslos. Maniala wollte etwas erwidern, doch im selben Moment kam Ragnar aus der Nische. Er blickte fragend zu Vladec, dann zu Maniala.
„Was war hier los? Vladec?“, fragte er. Ragnar war, für einen Menschen zumindest, ziemlich stark, der Anblick liess ihn, wenigstens äusserlich, nicht weich werden.

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BeitragVerfasst: 29. August 2008, 21:06 
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Ohne antwort zu geben, ging der Lord weiter. Maniala, die einen Moment brauchte, um sich zu sammeln, blickte Vladec nach, er hätte ruhig eine Antwort geben können. „Schwarze Magie…“, sagte die Vampirin zu Ragnar. Vladec stoppte plötzlich. Eine Gruppe Ritter in golden schimmernden Rüstungen kam ihnen entgegen. Mit ausgestrecktem Schwert fragte der Vampir laut: „Auf welcher Seite steht ihr – auf meiner oder auf der Anderen?!“ Bevor jedoch eine Antwort kam, schaltete sich Ragnar ein. „Wir sind hier, um die Dämonen zu bekämpfen. Wenn ihr dieselben Ziele verfolgt, kommt mit uns.“, sagte er, während er sich vor Vladec drängte. Othraiel, der Anführer der Ritter, antwortete: „Ja, wahrlich, wir sind hier um die Dämonen zu bekämpfen. Aber warum sollte ich Euch vertrauen? Nur zu dumm, dass ich keine andere Wahl habt, aber bleibt in meinem Sichtfeld, oder ich werde Euch töten müssen.“ Von hinten lachte Vladec finster. „Gut, dann versucht es doch!“, spottete er. Othraiel ignorierte den Vampir jedoch und ging mit seinen Ritter den Gang zurück. Ragnar wendete sich jedoch zu Vladec um, und hielt sein Schwert an seine Kehle. „Wir können ihre Unterstützung brachen. Also, entweder du bleibst ruhig oder du musst mich töten. Und wenn du mich tötest, findest du hier nicht mehr so schnell heraus.“
Vladec, der ohnehin schon gereizt war, alleine aufgrund des Wissens, das Ragnar recht hatte, musste sich beherrschen, um nicht die Fassung zu verlieren, als Maniala von hinten ebenfalls noch auf ihn einredete und Ragnar recht gab.
Nachdem die Gruppe noch mehrere Wellen Dämonen besiegten, kamen sie den Kellergemächer immer näher. Schon etwa die Hälfte der Ritter des heiligen Lichts waren gefallen, in den engen Gängen konnten sie steht’s nur alleine oder zu zweit kämpfen, wodurch ihre stärke extrem eingeschränkt war.
Kurz vor Meaurus’ Kammer erkannte Othraiel einen riesigen Blutstrom, der von dem Zimmer ausging und im nichts endete. „Was ist…“, Othraiel konnte nicht zu ende sprechen: Die schwere Türe zum Zimmer wurde weg geschlagen, daraus kam etwas Fürchterliches: Eine Kreatur, dessen Torso lediglich ein verfaulter Fleischklumpen war, auf dem ein Ziegenkopf mit sechs Hörnern und schwarzen Augenhöhlen, aus denen Blut wie aus offenen Wunden tropfte, thronte. Die Arme und Beine waren wie über grosse Gliedmassen einer Gottesanbeterin, jedoch bestanden sie aus menschlichen Körperteilen. Köpfe, Arme und sogar Innereien hingen, mit Blut verkrustet, an der Kreatur. In der Mitte des Körpers war ein riesiger Schnitt, in dem man menschliche Köpfe erkennen konnte, die gerade von Käfer und Insekten zernagt wurden. Aus unzählbaren Wunden tropfte Eiter, der Gestank nach verfaultem Fleisch, Blut und Tot war schrecklich.

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BeitragVerfasst: 31. August 2008, 11:34 
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BeitragVerfasst: 31. August 2008, 16:56 
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Jep, vorallem die Zusammenstellung seiner Dämonen ist genial, anstatt irgendwas bekanntes zu nehmen und zu ändern mischt er die verschiedene Ekel der Menschen und macht daraus eins ^^

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BeitragVerfasst: 4. September 2008, 23:06 
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Die Tapferen Ritter bildeten sofort einen schützenden Wall aus Schilden, die jedoch mit einem Hieb des Dämons zertrümmert wurde. Die Ritter wurden praktisch von den Armen in zwei geschnitten, nicht einmal ihre gesegneten Schilde nützen etwas gegen diese unheilige Macht. Nachdem die ersten Ritter tot umfielen, wendete sich die Kreatur Vladec zu. Da sie dadurch nicht mehr auf Othraiels Gruppe achtete, nütze der Jäger die Chance und rannte auf die Kreatur zu. Mit der gesegneten Waffe, erhitzt mit göttlichem Feuer, geschmiedet aus reinstem Gold und gehärtet in heiligem Wasser, stach er in den Rücken des Monstrums. Unbeeindruckt drehte sie sich und spiesste Othraiel mit einer Knochenspitze, die aus dem linken Arm ragte auf. Der Ritter röchelte und Blut floss aus dem Mund, doch gab er nicht auf. Er zog seinen Dolch und hob weiter auf die Kreatur ein, während Vladec mit seinem Zweihänder hässliche Wunden in den Körper des Dämons Schnitt. Ragnar und Maniala hackten auf die Beine, um die Kreatur zum fallen zu bringen. Die kleine Schar Ritter deckte den Rückweg, von wo weitere Dämonen entgegen kamen, zwei davon waren verzweifelt damit beschäftigt, die Knochenspitze abzuschlagen um Othraiel aus den Fängen des Dämons zu befreien. Sie hatten keine Chance und wurden mit dem ersten Hieb an die Wand geschlagen, einer der Ritter stand nicht mehr auf, der Andere hinkte wieder in Richtung Dämon, nur um durch einen Schlag seinen Kopf zerfetzten zu lassen. Die fleischig-wässrige Masse blieb an den Wänden kleben und hinterliess einen grässlichen Gestank nach Tot. Othraiel war inzwischen Ohnmächtig, Vladec war sich nicht sicher, aber es wäre gut möglich, dass der Ritter nicht mehr Lebte.
Die Kreatur wandte sich wieder Vladec zu, und durchbohrte ihn von der Seite mit einer der Klauen. Vladec verzog keine Mine, obwohl die Schmerzen, selbst für einen Vampir, schrecklich waren. Er hackte die Klaue ab, ein grosses Knochenstück steckte aber immer noch in seiner Seite. Langsam wurden die Bewegungen des Vampirs schwächer. Vladec hatte Probleme, die schnellen Schläge des Dämons abzuwehren. Mit beiden Klauen, von Link und Rechts, rammte der Dämon schliesslich seine Arme in Vladecs Brust. Der Körper des Vampirs erschlaffte – er war zu schwach, um noch etwas Wahrzunehmen oder noch handeln zu können. Im selben Moment brach Maniala mit einem qualvollen Schmerzensschrei zusammen und blieb zuckend ab Boden liegen. Ragnar, der sah, wie Maniala fiel, wollte soeben auf den Dämon springen, um ihm den Kopf abzuschlagen – nicht dass er eine Chance hatte, doch wuchs sein Zorn, als er mit ansah, wie seine Kameraden fielen, dass er jeglichen Sinn für Gefahr verlor. Bevor er jedoch zum Angriff ansetzten konnte, kamen aus der Richtung des Raumes, von wo auch der riesige Dämon kam, Gestalten in schwarzen Kutten, die sich mich diabolischem Tempo auf sie zu bewegten. Ein Geruch von Feuer, Eisen und Blut kam dem herzog entgegen. Er wollte mit seinem Schwert den Angriff den ersten Hieb der neu aufgetauchten Kreatur parieren, doch kam ein Folgehieb auf den geblockten, praktisch bevor Ragnar überhaupt das klingen der auf einander schlagenden Klingen hörte. Die Kreaturen schlugen mit der flachen Seite der Klinge, sie drohten, Ragnar einfach zu erschlagen. In dem Getümmel hatte er den grossen Dämon aus den Augen verloren, und auch die Ritter, die den Rückweg sicherten, sah er nicht mehr. Überall war Blut, Schleim oder Fleischklumpen, niemand könnte genau sagen, von wo das Blut, der Schleim und das Fleisch kam – von den menschlichen Verteidigern oder von grässlichen Ausgeburten dieser unbekannten Hölle. Ein paar Schläge trafen Ragnar an der Taille, und er sank in sich zusammen. Weitere Schläge folgten auf seinen Kopf, und dem herzog wurde Schwarz vor Augen. „Ist das mein Ende?“, war sein letzter Gedanken, den er im Flüsterton leise aussprach.




ooc: danke für die Blumen [25] und bekannte dämonen zu nehmen wäre unter der würde meines kranken hirns MUAHAHAHA

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BeitragVerfasst: 3. November 2008, 23:17 
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*räusper*

Mache von euch werden sich freuen, manche werden mich hierfür hassen...

Ich werde die alten Kapitel überarbeiten - sprich, teilweise neu schreiben. Länger, genauer, besser. DH aber: es gibt ne längere Zeit nix NEUES, nur Neues-Altes von Vladec und Co.

aber keine sorge, der Masterplan steht noch, es wird sich an der story nix ändern. nur mehr vladec, mehr kampf, mehr schlachterei, mehr landschaft, mehr beschreibung, MEHR JÄGER VON NOSGOTH!

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BeitragVerfasst: 13. Januar 2009, 22:01 
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das "neue" kapitel des JvN:

ich habe mich jedoch entschieden, den schauplatz Nosgoth vollständig zu verlassen und diese story 100% unabhängig von LoK (was se ohnehin schon ist, nicht wahr?) zu schreiben. zu diesem anlass werden alle alten kapitel überarbeitet, was ne menge zeit beansprucht. die "neue auflage" wird dann auch hier unter dem Namen "Jäger der Nacht" (bze. ist das mal der provisorische, nosgothlose namen) erscheinen

Kapitel 23: Hölle der Verdammten

Vladec kam zu sich. Ein Wunder, dass er Überlebt hatte. Dort, wo der Dämon ihn aufgespiesst hatte, waren jedoch nur noch zwei verkrustete, eiternde Narben zu sehen. Als er erwachte, fand Vladec sich in einem eisernen Käfig wieder, der mit anderen auf einem Holzkarren von – zumindest menschenähnlichen – Wesen gezogen wurde. Wo auch immer er war, der Ort war eine einzige grosse Parodie des Lebens und des gesunden Menschenverstands. Bis zum Horizont erstreckte sich eine Ebene aus Leichen, es war keine Erde zu sehen, als ob der Grund selbst aus Leichen geschaffen wäre. In den blutroten Wolken, durch die unwirkliche Blitze zuckten, schwebten schwarze Raben, die von Zeit zu Zeit zu Boden flogen, um sich an dem Leichenmeer zu laben. Die Strasse, auf der der Karren gezogen wurde, bestand aus menschlichen Kinderschädel, wenn man die Grösse bedachte. Die Schädel waren mit verkrustetem Blut aneinander geheftet. Dunkle, schlangenartige Augen blickten zwischen den Leichenbergen am Wegrand steht’s zu dem Karren.
Nach einigen hundert Schritten war ein Baum zu sehen - oder besser, eiserne Gestelle, an denen mit Fleischhaken entstellte Frauen-, Kinder- und Männerleichen hingen. Teilweise erkannte man nur noch einen Fleischklumpen, und lediglich die Grösse liess erkennen, ob es sich um ein Kind oder einen Erwachsenen handelte. Die Körper waren mit Schnitten und Verbrennungen übersät, Vladec vermutete, das diese durch schreckliche Folter entstanden.
Der Vampir schaute sich die Kreaturen, die den Wagen zogen genauer an. Wie es aussah, waren die Körper der einstigen Menschen mit Metallstangen durchbohrt, die eine folgte etwa dem verlauf der Wirbelsäule, die andere ging von Schulter zu Schulter. Steif, mit durch den eigenen Körper gestossenen Eisen gekreuzigt, schlurften diese armseligen Kreaturen immer vorwärts, völlig monoton, ohne Willen, ohne Individualität. Lediglich durch die verschiedenen, mehrfach zugenähten Wunden, aus denen Eiter tropfte, der sich mit rostfarbigem Blut vermischte, konnte man erkennen, dass es sich bei den Kreaturen um verschiedene handelte. Auf dem Wagen, auf dem Vladec eingesperrt war, waren fünf weitere Käfige. Gleich hinter Vladec war einer der Legions-Ritter eingesperrt, er war noch immer bewusstlos, und eine riesige Wunde klaffte auf der Brust. Die anderen Käfige enthielten Menschen, Zivilisten, so wie sie gekleidet waren. Von Othraiel, Maniala oder Ragnar fehlte jede Spur.
Am Horizont konnte man in violettem Nebel eine Art Festung erkennen. Als der Zug sich näherte, erkannte der Vampir, dass die hohen Mauern aus abgezogener Haut bestanden, und die Türme aus Fleischstücken gebaut waren. Aus etlichen Lücken hingen Gedärme oder andere Innereien, eine stinkende, schleimige Masse lief die mauern hinunter, doch selbst Vladec konnte nicht feststellen, ob es Blut, Eiter, Hirnmasse oder sonstige Körperflüssigkeit – wenn nicht ein Gemisch aus allem - war.
Am Rand der Festung standen etwa zwei Meter hohe, humanoide Wesen, ohne Ohren und nur zwei Löcher in der Mitte des schuppigen Gesichts, die als Nase dienten. Der Mund war übernatürlich breit, und hinter gelben, spitzen Zähnen, die krumm im Mund hingen, war eine lange, gespaltene Zunge zu erkennen.

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 Betreff des Beitrags: Der Jäger von Nosgoth
BeitragVerfasst: 13. Januar 2009, 22:02 
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Der Vampir beobachtete eine kleine Gruppe dieser Dämonen, die gerade mit gezackten Messern eine hochschwangere Frau ausweideten, die Widerhacken der Klingen rissen mit jedem Hieb einen Teil des fertig entwickelten Kindes heraus, die Frau war, wahrscheinlich durch Magie, nicht bewusstlos, und musste mit ansehen, wie ihr Kind Stück für Stück herausgerissen wurde. Die kleinen Körperteile verspeisten die Kreaturen gleich nachdem sie aus dem Körper entfernt waren.
Gleich neben dem Tor, welches aus massenweise Schädeln, die alle ein Herz im Mund hatten, bestand, war eine dieser schuppigen Kreaturen zu sehen, wie er einen umgekehrt gekreuzigtem Menschen langsam den Körper Stück für Stück abschnitt – angefangen bei den Zähen. Inzwischen war fehlte ein ganzes Bein, momentan schnitt die Kreatur gerade die Knien des anderen Beines heraus. Vladec konnte nicht sehen, ob der Gekreuzigte gnädigerweise bewusstlos war.

Die riesigen Tore wurden wie durch Geisterhand geöffnet. Im inneren Hof war der Boden mit Blutflüssen gespickt, die Gebäude waren alle aus einer Mischung von Blut, Knochen und Fleisch Gebaut. Als Dach wurden zusammengenähte Häute und Skalpe gespannt. Manchmal erkannte man noch einen weit aufgerissenen Mund oder leere Augenhöhlen in den Häuten. Auch hier standen diese schuppigen Monster und quälten Menschen. An einer Stelle wurde ein Mann nackt in eine Wanne voller glühenden Eisenspänen gedrückt, und dann mit kaltem Wasser übergossen. Die Temperaturschocks, die der Mensch dadurch erlitt, mussten schmerzlich sein. An einer anderen Stelle wurde einem Menschen flüssiges Metall durch die Kehle eingeflösst, und gleich darauf mit Wasser abgekühlt. Verglichen mit den vielen anderen Foltermethoden, die auf diesem Schlachthof praktiziert wurden, war dies relativ harmlos, da man in wenigen Sekunden tot sein musste. Überall labten sich Dämonen an menschlichen Überresten.

Am Ende des Hofes war ein grosses Tor, bestehend aus Knochen, über die grosse Hautfetzen gespannt waren. Der Wagen, auf welchem Vladec gefangen war, durchquerte den Platz und fuhr langsam durch das Tot. Dahinter war ein weiterer Hof. Gleich gegenüber dem Tor erblickte der Vampir einen Strom aus Blut, der mit einer unnatürlichen Geschwindigkeit in einem Kanal in der Wand verschwand. Mitten im Hof stand ein Gebäude, das wie scheinbar alles hier aus menschlichen Überresten geschaffen wurde. An der Seite befand sich ein grosses Wasserrad, geschmiedet aus dunklem Eisen. Es drehte sich schnell, angetrieben von Blut. Am äußeren Ring des Rades waren grosse Haken angebracht, die von Zeit zu Zeit Leichenteile aus dem Blutfluss förderten. Neben dem Gebäude blieb der Wagen mit den Gefangenen an. Etwa 15 dieser Dämonen, die wie eine perverse Mischung aus Mensch und Schlange wirkten, kamen auf die Gruppe Gefangene zu. Anders als die anderen Dämonen auf dieser Welt, oder wo sich Vladec auch immer befand, trugen diese leichte Rüstung unter den Gewändern, soweit der Vampir dies erkennen konnte. Stumm kamen die Dämonen, Vladec wusste, dass es Selbstmord war, sich hier und jetzt zu wehren wollen, also ließ er sich ohne Worte abführen. Einer der anderen Gefangenen fing lauthals zu protestieren und betete zu irgendeinem Herrn, innert kürzester Zeit kam einer der Dämonen und spießte ihn mit einer Lanze auf. Der Gefangene, der noch lebte, wurde daraufhin in den Blutfluss geworfen und versank in der roten Brühe. Niemand sagte etwas, weder die Dämonen, noch einer der Gefangenen, manche von ihnen waren Verwundet oder Bewusstlos, wie der eine Ritter, der mit Vladec auf dem Wagen war. Alle, die nicht gehen konnten, wurden an den Füssen nachgezogen, was ihr Gesundheitszustand sicherlich nicht verbesserte. In den Gängen hinter der Gruppe war eine lange, dicke Blutspur. Der Vampir selbst war ebenfalls Verletzte, doch hatte er keine Schmerzen mehr, und die Wunde, die ihm der Dämon in der Zitadelle der Heiligen Legion zugefügt hatte, waren schon fast Vernarbt.

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 Betreff des Beitrags: Der Jäger von Nosgoth
BeitragVerfasst: 13. Januar 2009, 22:03 
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Wohnort: [IMG]http://i25.photobucket.com/albums/c66/StahlOpa/Unbenannt-2.jpg[/IMG] "Ich glaube langsam
Plötzlich ergriff einer der anderen Gefangenen das Wort, er war schmutzig und ärmlich Bekleidet. Wahrscheinlich ein Bauer, ging es Vladec durch den Kopf. „Wo sind wir hier? Was wollt Ihr? Bitte, Ich habe Weib und Kind, ich…“, sagte der Mann mit zitternder Stimme. Mitten im Satz wurde er von einer Lanze, die ihn durchbohrte, unterbrochen. Die Stimme wurde zu einem röcheln, Blut lief aus seinem Mund und schließlich brach er zusammen. Nach diesem Ereignis sprach niemand mehr ein Wort. Neben Vladec war nur noch einer bei Bewusstsein, alle anderen Gefangenen waren tot oder ohnmächtig. Nach wenigen Minuten – Vladec kam es wie Stunden vor – erreichten sie einen Gang, links und rechts waren kleine Zellen, in denen Körper und Knochen lagen, die Wände und der Boden war, wie in einem Schlachthaus, mit frischem und vertrocknetem Blut besudelt. Je zu Zweit wurden die Gefangenen in eine Zelle gesteckt, Vladec mit einem der Bewusstlosen. Dann wurden die Zellen mit Ketten verschlossen und anschließend mit schwarzer Magie versiegelt.

Schon mehrere Tage, vielleicht auch Wochen, waren sie eingesperrt. Die etwa die Hälfte der Bewusstlosen wachten nie mehr auf. Der Gestank von Tod uns Verwesung lag in der Luft. Ein paar der Leichen wiesen schwarze Pusteln auf – der schwarze Tod ging um. Sein Zellengenosse lag nun schon längere Zeit in einer Ecke, zuckend und im Fieberwahn irre Kichernd. Der Ritter, der mit Vladec in der Zitadelle kämpfte, lebte, war jedoch zu schwach, um sich zu bewegen, und lag lange Zeit einfach nur da. Essen oder trinken bekamen die Gefangenen nicht. Der Vampir beobachtete genüsslich, wie die anderen Menschen ihre toten Kameraden aßen, nur um kurz darauf an der Pest zu erkranken und zu sterben. Der Anblick, wie primitiv und dumm Menschen werden können, wenn sie kurz vor dem Hungertod stehen, amüsierte den Vampir, während er das Blut, dass überall von den Decke tropfte, sammelte. Es war zwar oft schon etwas alt, jedoch waren menschliches Blut, was immer noch besser war, als Rattenblut oder das Blut eines Pestkranken – dieses schmeckte schon faulig und nach Modern, bevor der Mensch gestorben war. Der Vampir sorgte sich natürlich nicht um den schwarzen Tod, er war bereits gestorben, Krankheiten konnten ihm nichts antun, genau wie seine Verletzung, die für einen Menschen sicher tödlich gewesen wäre. In der Zwischenzeit war sie fast vollständig verheilt. Dabei kam ihm der Gedanke, dass er schon einige Zeit hier war, obwohl, es kam ihm zwar so vor, als ob jede Minute eine Ewigkeit gehen würde, aber seine Wunden heilten außergewöhnlich schnell. Anfangs dachte Vladec einfach, früher oder später werden die Dämonen kommen, um ihn zu holen, für was auch immer. Doch sie kamen nicht. Wie es schien, wurden sie einfach in den Zellen vergessen. Es ging nur noch ein paar Tage, bis alle Gefangenen, ausschließlich Vladec und der Ritter der Heiligen Legion, tot waren. Der Ritter lag verkrümmt in einer Ecke und betete die ganze Zeit stumm vor sich hin, doch schien ihn der Glaube am Leben zu halten. Dann hörte der Vampir plötzlich Schritte. Eine Gruppe der Schlangendämonen, wie Vladec sie nannte, da sie scheinbar keinen Namen hatten, kam, angeführt von einer größeren, zu Vladecs erstaunen, menschlicher Gestalt, die in schwarz-goldene Gewänder gekleidet war, und im Gegensatz zu den Dämonen, eher fürstlich wie dämonisch aussah. Die Zellentüre wurden geöffnet, und Vladec dachte daran, sich nun Freizukämpfen, doch band eine unbekannte Macht seine Fähigkeiten, er konnte seine Kräfte nicht einmal vorbereiten. Plötzlich fühlte er sich wieder allzumenschlich, machtlos und schwach. Er Verachtete jedoch die Schwäche, und ignorierte den Gedanken, seine Kraft verloren zu haben, gekonnt. Der Anführer der Gruppe schaute zuerst zu Vladec, dann zu dem Ritter, den zwei Schlangendämonen halten mussten, damit er nicht zusammenbrach. Dann sprach er mit leiser, aber deutlicher Stimme, die von überall zu kommen schien: „Mein Name, könnte kein Sterblicher – oder Untoter – jemals aussprechen.“ das Wort „Untoter“ sprach er etwas leiser aus und schaute dabei Vladec an. „Die Menschen gaben mir aber einen Namen. Man nannte mich Czowoka. Ich bin einer der Führer des Zirkels. Normalerweise sterbt ihr lächerlichen Kreaturen in der Gefangenschaft, doch ihr zwei, ihr scheint etwas Besonderes zu sein. Ihr habt vielleicht sogar euren Tod verhindert, denn der Zirkel hat Interesse an euch.

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