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 Betreff des Beitrags: Eis
BeitragVerfasst: 12. Mai 2007, 19:06 
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Eis

Eisig weht der Wind in ihr Gesicht, der schwarze dicke Umhang den sie trägt, kann die eisige Kälte kaum abhalten. Wie lange sie schon in dieser Wüste aus Eis und Schnee umherirrt kann sie nicht sagen. Ihre Kräfte lassen nach und sie stürzt. Mit großer Mühe gelingt es ihr wieder auf die Beine zu kommen und weiter zu gehen.
„Nur nicht aufgeben! Irgendwann muss ich doch nach Nydera kommen und dort finde ich meine Eltern.“
Ihre Hände und Füße sind taub vor Kälte, aber der Wille zu überleben ist größer als all ihre Schmerzen. Während sie so durch die eisige, immer gleichaussehende Gegend stolpert, läuft ihr gesamtes Leben vor ihren Augen ab und diese Erinnerungen lassen sie diese Kälte ein wenig vergessen.

Vor 21 Jahren wurde sie in eine der wohlhabendsten Familien ganz Hochsens geboren. Ihre Mutter, eine berühmte Magierin der schwarzen Gilde und ihr Vater ein Magier der neutralen Gilde. Beide hatten ihr abenteuerliches Leben aufgegeben, um sich ihrer Familie zu widmen. Außer Freya gab es noch eine ältere Tochter namens Shayariel, die allerdings schon sehr früh das elterliche Haus verließ um wie ihre Eltern vor ihr auf abenteuerliche Reisen zu gehen. Bis zu ihrem siebten Geburtstag war Freya zu Hause und lernte fleißig ihre magischen Fähigkeiten zu kontrollieren, denn erst dann durfte sie auf eine der Akademien gehen.
Als es dann soweit war, entschloss sie sich für eine Akademie der schwarzen Gilde. Viele Freunde hatte sie nie, das lag wohl daran dass Freya in ihrer Freizeit nur lernte und sich nicht wie die anderen in den vielen Gaststätten in der Nähe aufhielt. Mit 19 Jahren bestand sie die harte Prüfung der Gilde und ging als die beste Magierin ihres Jahrgangs zurück in das elterliche Haus zu ihrer Mutter und ihrem Vater. Nach einem weiteren Jahr des Studiums zog es auch sie hinaus in die unbekannte Welt.

Mit einem lauten Fluch stürzt sie über ihre eigenen Füße, rollt einen steilen, zugeschneiten Hang hinunter und bleibt weinend am Fuße des Hanges liegen.
„Hat das denn nie ein Ende? Ich kann nicht mehr!“
Mit verweintem Gesicht rafft sie sich wieder auf und als sie nach vorne blickt sieht sie hinter einem Berg Rauchwolken.
„Ein Dorf! Ganz bestimmt bin ich bald in Nydera. Etwa eine Tagesreise noch. Wenn ich es bis dorthin schaffe bin ich gerettet.“
Kaum noch fähig zu stehen, schwankt sie weiter, immer auf den Berg zu, ihre Gedanken weiterhin in der Vergangenheit.

Zwei Jahre lang reiste sie mit einer kleinen Gruppe umher. Darunter Ketz – ein Jäger, Sasha – eine Kriegerin und Pagan – ein junger Magier in den sie sich auch in dieser Zeit verliebte. Nach diesen zwei Jahren wollten Freya und Pagan zu ihren Eltern zurückkehren. Als die beiden in Freyas Heimat ankamen, fanden sie die Stadt halb zerstört vor. Der Turm, in dem sie aufgewachsen war, existierte überhaupt nicht mehr. Fassungslos stand Freya am Eingang der Stadt, Tränen brannten in ihren Augen.
„Was ist hier geschehen?“


Ihre Augen brennen von der Kälte, müde steht Freya vor ihrem letzten großen Hindernis.
„Nur noch diesen Berg hinauf und auf der anderen Seite wieder runter und dann habe ich mein Ziel endlich erreicht.“
Langsam beginnt sie den Aufstieg und weint leise vor sich hin, im Kopf immer noch die Bilder der zerstörten Stadt.

Als sie mit Pagan durch ihre zerstörte Heimat ging, traf sie auf die alte Heilerin Anna, die schon lange hier wohnte. Auf ihre Frage was geschehen war, antwortete diese: „Vor einem Monat verdunkelte sich der Himmel plötzlich, bevor die Bewohner eine Gefahr sehen konnten, reagierte die Magier des Turmes und feurige Bälle und Blitze schossen vom Turm in den Himmel. Plötzlich hörten wir ein unmenschliches Kreischen. Dutzende von Drachen schossen hinunter und innerhalb weniger Minuten zerstörten sie die Stadt. Die Magier im Turm hatten keine Chance gegen die Ungetüme und auch der Turm fiel. So plötzlich wie sie kamen, waren sie wieder weg. Die Überlebenden des Turmes zogen später nach Nydera in den Norden.“


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 Betreff des Beitrags: Eis
BeitragVerfasst: 12. Mai 2007, 19:06 
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„Meine Eltern leben also noch?“
Die Heilerin nickte und erklärte Freya und Pagan den Weg durch den eisigen Norden. Die beiden machten sich auch sofort auf den Weg. Es war eine beschwerliche Reise durch Schneestürme und teilweise hüfthohen Schnee. Nach drei Tagen im hohen Norden, Freya und Pagan waren mit ihren Kräften am Ende, stürzte Pagan eine Klippe hinunter. Als es Freya gelang zu ihm hinunter zu steigen, erkannte sie sofort wie ernst es um Pagan stand. Sie beute sich über ihn, nahm seine Hand und Pagan sah sie an. Er blickte ihr tief in die Augen und mit seinem letzten Atemzug sagte er ihr wie sehr er sie liebe. Danach blickten seine Augen ins Leere und Freya beugte sich weinend über ihn. Wie lange sie dort über ihn gebeugt saß konnte sie später nicht mehr sagen, aber es mussten Stunden gewesen sein bis sie sich aufmachte die Klippe wieder hochzusteigen. Seitdem war sie nun alleine unterwegs.

Auf dem Berg angekommen, kann Freya im Tal eine große Stadt ausmachen. Größer als sie sich Nydera vorgestellt hatte.
„Es ist nicht mehr weit, bald kannst du deine Eltern in die Arme schließen und dich an einem Feuer wärmen.“
Freya versucht sich Mut zu machen, denn sie bemerkt, dass sie ihre Grenzen bei Weitem überschritten hat und kam noch Kraft hat zu stehen. Der Abstieg vom Berg zehrt an ihr und von weitem vernimmt sie die Stimme ihres Liebsten, der ihr Mut zuspricht.
„Du hast es gleich geschafft Freya. Nur noch ein paar Stunden und du bist gerettet!“
Tränen füllen ihre Augen bei dem Gedanken an Pagan und dem vertrauten Klang seiner Stimme und fester Stimme verspricht sie ihm das Dorf zu erreichen und ihre Eltern endlich wieder in die Arme zu schließen. Bei einer kleinen Pause nahe des Bergfußes bemerkt sie weit hinter der Stadtmauer mehrere Fackeln die Richtung Stadttor getragen werden. Sie hört laute Rufe und meint auch die Stimme ihrer Mutter und ihres Vaters zu hören.
„Sie haben mich gesehen!“
Freya stützt sich ab um so schnell sie kann die Stadt zu erreichen. Sie kommt immer langsamer vorwärts, doch das bemerkt sie gar nicht. Endlich, das Tor ist zum Greifen nah, noch ein oder zwei Schritte.
Schwer fällt Freya gegen das Tor, das in diesem Moment geöffnet wird und sie fällt in die Arme ihrer Mutter.
„Siehst du Pagan, ich habe die Hoffnung nie aufgegeben, ich habe meine Eltern gefunden wie ich es dir versprochen habe und sie sind wohl auf.“ Flüstert Freya in den Armen ihrer Eltern liegend, schließt ihre Augen mit dem Wissen nie wieder diese eisige Kälte spüren zu müssen und das Letzte was sie sieht ist Pagan, der sie anlächelt und seine Hand nach ihr ausstreckt.



Sorry war zu lang, daher in 2 Teilen.


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 Betreff des Beitrags: Eis
BeitragVerfasst: 12. Mai 2007, 20:18 
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Wohnort: Es gibt viele Dinge auf dieser verblendenden Welt, doch von alle dem ist nichts schlimmer als die Ve
Die Story gefällt mir, aber ich finde man könnte das ganze noch ein bisschen detailreicher beschreiben was die Charaktere angeht. Außerdem finde ich machst du die ganze melodramatik damit kaputt das sie sofort bei ihren Eltern ist. Es könnte auch gut passieren das die Eltern erst herbeigeeilt kommen. Ansonsten gut geschrieben, ausgenommen von ein paar seltsamen satzbaufehlern. Lies es dir nomma genau durch Satz für Satz dann siehst du das manche Sachen keinen richtigen Sinn machen [25]

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 Betreff des Beitrags: Eis
BeitragVerfasst: 12. Mai 2007, 20:42 
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Es ging im Grunde darum, dass sie es selbst aus eigener Kraft schafft zu ihren Eltern zu gelangen, bevor sie stirbt.
Ich muss dazu sagen, die Kurzgeschichte war damals meine Erste und der Anfang zu Weiteren und auch zu langen Storys. Ich habe sie absichtlich nicht geändert, einfach weil sie mir persönlich sehr viel bedeutet und zwar genauso wie sie ist. [25]


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 Betreff des Beitrags: Eis
BeitragVerfasst: 12. Mai 2007, 21:07 
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Achso, ja ich weiss was du meinst ich habe so eine ähnliche Story. Aber aus diesem Hintergrund betrachtet kann man nichts bemängeln jeder hat mal irgendwann angefangen.

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 Betreff des Beitrags: Eis
BeitragVerfasst: 22. Juni 2007, 23:42 
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wenn man das liest hat man glatt das gefühl in einer stimmigen winterwelt zu leben, mkay nichts ist perfekt aba das is meiner meinung nach definitiv gut ^^

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Wo Geld ist, da weicht die Menschlichkeit.


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