StormriderNET

In der Zeit von dunkeln Tagen,
Ich liebte, diente Herrscher Kain.
Der uns errettete aus den Waben,
Des Schicksals in der Welt aus schein. 

Untot war ich Ihm geweiht,
Als Stadthalte Nosgoth’s, unserm Heim.
Die Gabe gab uns Sicherheit,
Sie sollte steht’s gekommen sein. 

„Gabe mach uns Göttern gleich“
Verbesserte uns immer beständig.
Tod trennte nicht vom Lebendenreich.
Hielten fest und blieben lebendig. 

Dem Herrscher dann die Ehre gebührt,
Aus ihr Nutzen zu ziehen,
Sich verbessert, uns steht’s geführt,
Hilft aus der Stille zu fliehen. 

Der Stille der Toten in unserer Welt,
Die stille  so laut und schrecklich,
Die keinerlei Seele, hier gefällt.
Und sie bleibt so unersättlich. 

Doch eines Tages wagte ich,
Die Gabe bevorzugt zu erhaschen,
Dieses jedoch wollte ich nich:
Von der Schicksals „Güte“ zu naschen! 

„Belohnung“ wurde mir zuteil,
als Richter sich mir Kain erhob.
Er richtete streng nach seinem Heil,
Womit er Schicksalsbande neu wob. 

Todesqual im Schicksal ewiger Agonie,
Gleich Verräter und Schwächling gestellt.
In den Vortex verbannten mich, Sie
Urteile von meiner eigenen Brut gefällt. 

Zu ewiger Verdammung verurteilt worden,
Flog weiß glühend, brennend ich hinab.
Da ich ja schon vorher gestorben,
Konnte ich nicht so einfach ins Grab! 

Schmerzen meinen Körper auflösten,
Der Strudel die Zeit anhält,
Hass auf meine Peiniger entblößten,
Meiner Seele Gedankenwelt. 

Mein Geist schwand, fing am mich zu trügen,
Taumelte vom Rande der Ewigkeit zurück.
Die Ewigkeit verging in schmerzenden Zügen,
Und was entdeckte ich voller „Glück“?

Mein Körper zerschunden halb im Zerfalle.
Doch Schmerzen ich nicht mehr empfand.
Vielmehr Hass auf Jeden und Alle.
Bis eine Stimme sprach die ich nie gekannt. 

„Du bist Mein“ klärte sie düster mich auf.
Sei ein Todesengel für mich!
Lasse deiner Wut freien lauf.
Und für mich die Schranke brich! 

Sei mein SoulReaver und helfe mir bestehen!
Bei der Aufgabe des Rades:
Das Rad des Schicksals, mit Seelen zu drehen
Mir, dem Wächter des Hades! 

Auf dem Weg meiner Schicksalsscherben,
Die „neue“ Welt ich nun erspäht,
Neue Mächte anzuwerben
Ich erkannte Schatten,  Realität! 

Nichts hat ohne Verknüpfung Bestand.
Ob Leben oder des Grabes Leid.
Mit Realität verknüpft war wie ein Band,
ein Schattenreich von Grenze befreit! 

„Mach dich auf, deine Brüder warten!
Auf ihren Bruder vergangner Zeit.
Geworden zu misslungenen Arten.
Zur Erlösung zum 'Heimkehren' bereit.“ 

Nun zog es mich zu Melchias-Clan,
Entsetzt von seiner Brut Gestalt.
Um Nosgoth, die Heimat zu bewahren,
Befreite ich es von Gewalt. 

Ich schwor Rache, führte aus,
Die Gedanken einer anderen Kreatur,
Mein Selbst kam dabei niemals raus,
Nur der anderen Wesensart Natur. 

Befreite meine Brüder, die gesamte Brut.
Brauchte für den „Retter“ deren Seelen,
nicht mehr durstig nach deren Blut,
Meine Gedanken über Mord mich quälen. 

Turel, Dumah, Rahab, Zephon und Melchiah,
Hatten die Gaben weiter empfangen,
Das dies für mich ein Vorteil war,
Durch das ich Stärke konnte erlangen. 

Doch Kain als letzter sollte Buße leisten,
Wie seine Schöpfung, als Lohn der Macht.
Wegen seiner Irreführung der Meisten,
Doch er über meine Forderung lacht.

Entschwand vor Zugriff  in Zeit und Raum
Ihm Folgend und ständig auf seiner Spur.
Gedanken durchlebend wie gelebten Traum,
Ganz feste im Racheherzen mein Schwur! 

Als „Erlöser“ und „Zerstörer“, genannt
Eine gewusst, geahnte Stimme vernommen.
Als „Erbauer“ und „Messia“ gekannt.
Von der Reise der Geschichte benommen. 

Als „Zeitumspannende Seele“ willkommen,
willkommen wegen meiner „Berufung“ ersehnt.
Dem Zweitstromlenker im Blick vernommen,
In die Wogen der Zeit gelehnt. 

Doch unwissend über meine Gestalt.
Die Zeiten ich durchsuche,
Bin umgeben von entfesselter Gewalt.
Ich die Zeit der Auferstehung verfluche! 

Was man als Gut oder Böse verdammt,
Mag ich nicht zu richten, zu loten,
Ist verknüpft und entflammt,
Das Weinen, Freuen, Leben der Toten.

 Gekommen in vergangner Welt,
Der Lenker, Möbius, mich empfing.
Genannt, behandelt wie ein Held.
An ihm mein ganzes Schicksal hing.

Meister im Verstellen, Tarnen,
um seine Welt, gehabt zu bewahren.
Die Zukunft immer bestens planen,
birgt mächtige, große Gefahren.

Der Lenker, der die Zukunft gekannt
Und später Kains Schwert gespürt,
Schaute auf seinen Tod hin, gebannt
Und hat uns alle Irregeführt.

SoulReaver verstummte durch seine List.
Das Schwert, das mir anvertraut.
Das im Leben spektral und real ist,
Auf das ich ständig gebaut.

Dem Weg zu Kain dem Herrn nun gefolgt,
mit Rache in Gedanken, Schritten,
Die Dunkelheit in mir gegrollt,
Als Erlöser, die Opfer hier litten.

Gefesselt meiner alten Gestalt.
Als Serafan Souveränität ausstrahlte.
Die Zeit, die ich bedachte war alt.
Mir die alte Würde des Seins ausmalte.

Doch die Geschichte führte mich zurück,
zu Säulen, Geschöpfen und Taten.
Zerstörten Säulen durch ein einzig’ Unglück.
Die Säulen auf Reinigung nun warten! 

Geglaubt der Geschichte des Herrn, Kain
Bei dem Legenden und Mythen auflebten.
Stimmte alten Geschichten nicht überein,
Die Ich als wahr sollte Anbeten.

Er verriet mir nur meine Existenz,
meinen Weg blieb er mir schuldig.
Angewidert von Lügen gleich Pestilenz,
wartete ich auf den Weg geduldig.

Die Kante der Münze, ein neues Äon,
versuch es zu ändern, die Zeit im Werk.
Aber sie dich vor, sie warten schon,
Dir das Gesicht der Feinde merk’.

Auf meinem Weg den „Retter“ findend,
Der mir die Seele gab, verlieh.
Mich jetzt nichts an seine Worte bindend,
Konnte seinen Lügen nun entfliehen.

Durchsuchte die noch intakte Welt,
Verändert und schön, das nie Erlebte.
Ging hierhin, dorthin – wo’s mir gefällt -
Oder… das Schicksal mich bewegte!?!

Erkannt Mächte des Feuers, Lichts,
Erlangt von unschätzbarem Wert.
Auch die Dunkelheit, das Nichts,
Und meiner Macht auch Luft angehört!

Gelangte zum Geschehen der Vergangenheit,
Der Zukunft schwarzer Flügel nicht zu spürn’,
„Fliegende Geschöpfe“, ein Geheimnis befreit.
Um mich zur Bestimmung zu führen.

Kam zu Geschöpfen, geflügelt und schön,
Zu dessen Überrest von Alters her.
Dessen Stätte der Zerstörung gefrönt,
Es schien, das ich ein Verwandter wär’!

Städte die zu fliegen gemacht.
Konnte es aber nicht erbringen.
Doch Schöpfer mir eine Hilfe vermacht,
Das Ziel zu erreichen, mit gebrochenen Schwingen

Janos, mich eins dieser Geschöpfe erwartet,
Hebend den Schleier der Unwissenheit.
Zeigt mir die Welt ist entartet.
„Es gibt Mörder für dich, halte dich bereit.“

Doch der alten Serafan Glauben,
Anders sein nicht erlaubt.
Und so rettete Janos mein Leben.
Sein Herz gebend, hat an mich geglaubt.

Vertraute mir an des Reavers Geheimnis.
Er sei mein, geschmiedet für mich.
Doch viel ich in Trauer, Verdammnis.
Das Schwert von meiner Seite wich.

Genommen mit Herz von den Serafan,
Missbraucht von des Eldern Gespiel.
Ich zu ihnen ging, hob zum angriff an
Weil Janos für mich und dieses Schwert fiel.

Getroffen mit List in der Burg des Feindes.
Möbius einen Fehler beging.
Tötend die Feinde durch das Schwert, meines
Ob ich einen Fehler beging?

Gab Kain was er verlangt.
Tötete Brüder die Irregegangen und mich sogar,
Hatte diese Ironie gebangt,
Wir waren nun ein Seelenpaar!

Zwei Seelen in einer Zeit, in einem Raum
Ein Paradox, der Zeit verhasst.
Fraß mich auf wie ein dunkler Traum.
Zum Glück Kain uns nicht verpasst.

Die Kante der Münze war nun erreicht,
Die Münze konnte nur wacklig auf ihr stehen
Doch Kain das erste mal erbleicht.
Begann das Ausmaß der Änderung zu sehen!

Doch entschwand nun geschwächt mein Geist,
Spektral er sich nur zu fassen wusste.
Hörte nicht was Kain verheißt,
Ich es aber hören musste!!
 

 
     
 
   GERMAN NOSGOTH CLAN œ